„Wenn mittlerweile über 50 Mal im Jahr die Wiener Ringstraße gesperrt wird, besteht akuter Handlungsbedarf für eine vernünftige Regelung im Sinne der Wiener Wirtschaft “, sagt Komm.-Rat Erwin Pellet, Spartenobmann Handel der Wiener Wirtschaftskammer. Als aktuellstes Beispiel führt Pellet die Wiener Regenbogenparade, die vergangenen Samstagnachmittag auf der Wiener Ringstraße über die Bühne ging, an. Für den Handel sei der Samstag der umsatzstärkste Tag, Umsatzeinbußen bis zu 30 Prozent seien die Folge derartiger Sperren.
Dabei zweifle niemand am Grundrecht für Demonstrationen. Gemäß dem Motto „Leben und leben lassen“ sollten derartige Umzüge an neuralgischen Verkehrsknotenpunkten erst nach 18 Uhr stattfinden. Dies ließe sich auch problemlos durchführen, glaubt Pellet. Nicht nur den Geschäftsleuten sondern auch den Anrainern wäre damit gedient. Wie eine Studie des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) aufzeigte, belasten die zusätzlichen Emissionen der durch Veranstaltungen hervorgerufenen Staus in der Innenstadt die Bewohner auf den Ausweichrouten massiv.