„Für Österreich gilt als EU-Mitglied das Ziel, bis 2020 einen Anteil von 10 % erneuerbare Energie im Verkehrssektor einzusetzen. Dieses Ziel können wir nur durch die verstärkte Verwendung von Biokraftstoffen erreichen“, sagte der Minister zum Auftakt der Veranstaltung in der Wiener Akademie der Wissenschaften. Experten referierten zum Thema E10.?Unter anderem empfahl Marten Keil, Leiter Unternehmensentwicklung und Kommunikation des deutschen Bioethanolherstellers CorpEnergies AG, eine etwaige E10-Markteinführung in Österreich entsprechend vorzubereiten um Probleme, die in Deutschland bei der Einführung von E10 im Vorjahr auftraten, zu vermeiden. „Politische Entscheidungen müssen besser kommuniziert werden, die Automobilindustrie muss die rechtsverbindliche E10-Freigabe zeitnah erteilen,“ so Keil.?Bei einer abschließenden Podiumsdiskussion untermauerten die Teilnehmer ihre Standpunkte: Dr. Christoph Streissler (Abteilung Umwelt und Verkehr, AK-Wien) lehnte die Einführung von E10 ab: „Österreich hat das von der EU vorgegebene Ziel bereits jetzt erreicht. Wir fordern eine Steigerung der Energieeffizienz etwa durch die verstärkte Nutzung von Strom und Wasserkraft.“ Dipl.-Ing. Johann Marihart, Generaldirektor des Bioethanolerzeugers Agrana, sprach sich für die rasche Einführung von E10 aus. „Aktuell müssen 50 % der österreichischen Bioethanolproduktion exportiert werden, Österreich verzichtet durch diese Exporte auf CO2-Einsparungen von rd. 190.000 t pro Jahr, für die vom Staat Verschmutzungsrechte um rd. 3 Mio. € zurückgekauft werden müssen.“
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