Unter Zuhilfenahme offizieller Statistikdaten wähnt sich der Gutteil der Fahrzeughändler immer noch in einer positiven Marktentwicklung. Ins Detail gefragt, zeichnet sich ein differenziertes Bild vom Fahrzeugmarkt. Der Neuwagen-Absatz ist getrieben von aktuell 15 % Kurzzulassungen, was allemal als Marketingunterstützung der Importeure interpretiert wird. Über die Exporte, also Neuzulassungen, die nicht in den heimischen Fahrzeugbestand fließen, hält man sich bedeckt. Die Renditen im reinen Autohandel sind weiterhin unbefriedigend.
Großes Unbehagen verursachte der letztwöchige als „klassenkämpferisch und tendenziös“ bezeichnete „profil“-Artikel (s. auch Ausgaben 737 und 738) gegen das Automobil. Außer Briefen vom Arbeitskreis der Automobilimporteure und dem Bundesgremium Fahrzeughandel will man weiter darüber nichts in die Öffentlichkeit tragen. Vielmehr soll in persönlichen Gesprächen mit der Chefredaktion und den Zeitungseigentümern ein Veränderungsprozess in der laufenden Meinungsbildung „gegen das Automobil“ forciert werden. „Mit anderen Worten“, dürfen wir den Urheber dieser Worte nicht nennen, „lassen wir uns weiter auf den Schädel scheißen.“
Im Gegenzug will man zu Jahresstart 2013 mit dem von Christian Marek geplanten „Ball der 1000 PS“ mit geeigneten Botschaften die Öffentlichkeit beglücken.
Eine von Bundesgremialobmann Komm.-Rat Burkhard W. Ernst initiierte bundesweite Imagekampagne unter der Regie von Wolfgang Rosam soll einen Beitrag in der Bevölkerung leisten, das Automobil in seiner ganzheitlichen wirtschaftlichen Bedeutung zu positionieren.