„Der Mann, den jeder Vorstand in Wolfsburg, Ingolstadt, Stuttgart, Mlada Boleslav und Barcelona kannte.“ So charakterisierte Kurt Loidl, einer der drei Geschäftsführer der Porsche Holding in Salzburg, am Montagabend im Wiener „Odeon“ Mag. Hermann Becker. Der langjährige Chef der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit habe ein unglaubliches Gefühl gehabt, was für Veranstaltungen, Vertrieb und Marketing notwendig sei. Er habe in der Porsche Holding im Hintergrund die Fäden gezogen und stets sachlich, unaufgeregt und überlegt gearbeitet. „Becker war immer weit mehr als ein Pressesprecher, nicht zuletzt hat er in der Innenwelt der Porsche Holding entscheidende Akzente gesetzt. Und dass er es stets geschafft hat, vor den kritischen Blicken der Gesellschafterfamilien Porsche und Piëch zu bestehen, sagt alles“, so Loidl. Auch Alain Favey, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding, und Geschäftsführer Dr. Hans Peter Schützinger waren gekommen, um Becker zu verabschieden.
Herbert Völker, langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der „autorevue“, sagte, dass Becker „mit keinem Journalisten verhabert“ gewesen sei und „auch die dümmste Frage stets ernst“ genommen habe.
Der Neo-Pensionist will nun die Strecke Salzburg–Wien, die er in den vergangenen 40 Jahren „schätzungsweise 2.000-mal“ mit dem Auto gefahren ist, zu Fuß zurücklegen. „10 bis 14 Tage“ hat er dafür veranschlagt: „Ich habe ganz bewusst keinen Zeitdruck.“ Zurück nach Salzburg will Becker – wenn er es sich nicht doch noch anders überlegt – nach seiner Wanderung mit einem Verkehrsmittel fahren, das er bisher kaum genutzt hat: der Eisenbahn.