Die Frage, ob die seit rd. 15 Jahren innerhalb des Gürtels sowie in weiten Teilen des 2. und 20. Bezirks bestehenden Kurzparkzonen auf die Bezirke 12, 14, 15, 16 und 17 ausgeweitet werden sollen, spaltet seit Monaten Wien. Daher wollte der ARBÖ wissen, wie die Stimmung wirklich ist, und startete am 10.5. um 9 Uhr früh eine Umfrage auf seiner Homepage. Anfangs lief alles normal, Klick um Klick kamen Antworten von Befürwortern wie Gegnern der „blauen Zone“. „Doch plötzlich wurde die Homepage binnen einer Sekunde 2.000 Mal geklickt“, sagt Pressesprecher Thomas Woitsch – jeweils mit einem „Ja“ für die Ausweitung.
Die Homepage wurde kurz abgeschaltet, dann passierte Ähnliches immer wieder. „Es hat keinen Sinn mehr gemacht, das Ergebnis war nicht repräsentativ“, begründet man beim ARBÖ das vorläufige Ende der Umfrage. „Die Kurzparkzonen-Befürworter schrecken offenbar vor Nichts zurück“, meint Woitsch. Beim ARBÖ vermutet man eine organisierte Manipulation durch Befürworter der Kurzparkzonen-Regelung, da alle Klicks per Schleife von einer einzigen IP-Adresse kamen.
Seit dem Neustart der Homepage am Montag sind derartige Manipulationen angeblich ausgeschlossen. Bis Dienstagnachmittag gab es aufgrund technischer Änderungen keine weiteren auffälligen Manipulationen. Das Ergebnis bei Redaktionsschluss: Rund 5.300 eingelangte Stimmen, wobei der Anteil der Befürworter einer Ausweitung mit 57,5 % relativ deutlich überwog.



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