Die Studie, die  unter der Federführung von Prof. Johann Litzka im Auftrag der österreichischen Landesbaudirektionen durchgeführt wurde, führt drastisch vor Augen, in welch schlechtem Zustand unsere Landesstraßen teilweise sind. Von einer Gesamtnetzlänge von ca. 33.000 km wurden je nach Region bis zu 50 % der Straßen als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ kategorisiert. Mit negativen Folgen: Wie aus der Studie hervorgeht, wird die langfristige Erhaltung immer teurer, wenn zu spät oder ungenügend saniert wird.
Um den derzeitigen unbefriedigenden Straßenzustand auf gleichem Niveau zu halten, wären zusätzliche Mittel im Ausmaß von 1.800 €/km und Jahr oder gesamt 70 Mio. € pro Jahr erforderlich. Das würde eine Erhöhung des derzeit vorhandenen Budgets für Sanierungen um 40 % bedeuten. Um den Rückstau an sanierungsbedürftigen Straßen bis 2020 auf einen europaweit akzeptierten Zielwert von 20 % zu bringen, wäre gemäß Studie eine Erhöhung der Mittel um bereits 45 % erforderlich.
Mario Rohracher, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV), fordert: „Die Politik muss den Erhalt unserer Landesstraßen durch eine strukturell abgesicherte Finanzierung sicherstellen.“ Bereits 2 % der jährlichen Mineralölsteuereinnahmen würden ausreichen, um den derzeitigen Substanzwert unserer Landesstraßen zu erhalten.



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