Das Akku-Bike stammt aus der Werkstatt des TGM, der größten HTL Wiens. Als Fahrer gewann das TGM Racing Team keinen geringeren als Rob „Bullet“ Barber, den Sieger des E-Rennens von 2009. Entwickelt wurde das Zweirad komplett in Eigenregie. Die Elektro-Maschine erzielt eine Spitzengeschwindigkeit von 235 km/h und wiegt rd. 220 kg. Die Herausforderung bei dem Rennen besteht darin, die Strecke möglichst schnell zu schaffen, ohne dabei aber wegen Motorschadens oder Energiemangels auszufallen. Dem Ersten, der einen Tempodurchschnitt von 160,9 km/h (100 Meilen pro Stunde) durchbricht, winkt ein Sonderpreis von 10.000 Pfund.
„Ein echtes Elektromotorrad auf die Straße zu bringen, begeisterte die gesamte Schule und auch Interessenten aus der Industrie fanden den Weg in unser Haus“, sagt TGM-Direktor Karl Reischer. „Bis auf die Räder sind sämtliche Teile selbst entwickelt und in Handarbeit erzeugt“, so Peter Herzog, Leiter des TGM Racing-Teams. Hightech kommt in dem Zweirad zum Einsatz: Die Kabel besitzen eine Ummantelung aus Kevlar, das man sonst für kugelsichere Westen verwendet, geeignete Akkus der Extremklasse fanden sich weder in Japan noch in England.
Fündig wurde Herzog schließlich bei dem Wiener Unternehmen Kijon, das die Akkus lieferte. Zörkler im Burgenland, ein Spezialunternehmen für Stahlbearbeitung, fertigte die Getriebeteile. Ein Restrisiko bleibt vor dem Rennen offen: Wie bei allen Nominierten muss die Rennleitung noch bestätigen, dass das E-Motorrad sämtliche Vorgaben erfüllt.
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