Das Wachstum der Weltwirtschaft wird lt. Fehrenbach heuer von 3,2 % auf rd. 2,5 % sinken. In Europa rechnet er mit weniger als 1 %: „Wir schließen auch eine Stagnation nicht aus.“ Ob die Prognose eintritt, wird Fehrenbach ab Juli von seinem neuen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender aus verfolgen: Den Vorsitz der Geschäftsführung übergibt er nach 9 Jahren an Dr. Volkmar Denner, der bisher in der Konzernleitung für Forschung und Vorausentwicklung, Car Multimedia sowie Automotive Electronics verantwortlich war.
Bosch will jedenfalls auch 2012 wachsen. Einen wesentlichen Teil dazu beitragen soll der Geschäftsbereich Kfz-Technik, in dem der Umsatz im Vorjahr um 8,2 % auf 30,4 Mrd. € gewachsen ist. Mit einer Umsatzrendite von 7,7 % war die Sparte gleichzeitig der ertragsstärkste Bereich des Konzerns.
Der Gesamtumsatz von Bosch stieg 2011 um 9 % auf 51,5 Mrd. €. Das Vorsteuerergebnis ging dagegen von 7,4 auf 5,1 % des Umsatzes zurück – u. a. aufgrund des verlustreichen Geschäfts mit Solartechnik, aber auch, weil allein im Vorjahr über 500 Mio. € an Vorleistungen für Elektromobilität und erneuerbare Energien erbracht wurden. Heuer soll sich die Rendite wieder im vom Management vorgegebenen Zielkorridor von 7 bis 8 % bewegen. Parallel wird eine Umsatzsteigerung um 3 bis 5 % angestrebt.
Mit den österreichischen Aktivitäten zeigt sich Bosch zufrieden, konkrete Zahlen will man aber erst Ende Mai nennen. Jedenfalls sei Österreich auch im 1. Quartal 2012 trotz der allgemeinen Abschwächung des Geschäftsgangs „im oberen Teil“ der Landesgesellschaften gelegen.



www.bosch.com