Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung soll die Firmengründung unter dem Arbeitstitel „E-Mobility-Provider“ im Sommer 2012 erfolgen. Die ersten Schritte umfassen den Aufbau der Infrastruktur sowie Angebote für Firmenflotten; im Jahr 2013 wird es auch ein Gesamtpaket für Endkunden geben. Bis 2020 beabsichtigt „E-Mobility Provider“, das vorerst mit 20 Mio. € Eigenkapital ausgestattet wird, in Österreich ein Netz von rd. 4.500 öffentlichen Ladestationen, etwa an Tankstellen und Schnellladestationen zu errichten, die dann je nach Entwicklung geschätzten 80.000 bis 240.000 E-Autos zur Verfügung stehen werden. Das Gesamtvolumen beträgt 300 Mio. €, weitere Partner aus den Bereichen Energie, Infrastruktur und Informationstechnologie sollen eingebunden werden. Ähnlich einem Mobilfunk-Provider ist geplant, alle für den Betrieb von Elektrofahrzeugen notwendigen Services zu bündeln und Kunden zum Paketpreis anzubieten. „Der Klimawandel erfordert ein neues Energiesystem. Mobilität ist ein wesentlicher Teil davon. In diesem technologischen Umbruch liegen Chancen für den Wirtschafts- und Technologiestandort Österreich“, sagt Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender Verbund. Wolfgang Hesoun, Generaldirektor von Siemens Österreich, ergänzt: „Durch die Schaffung einer ersten, gesamthaften, überregionalen Lösung nehmen Siemens und Verbund eine Vorreiterrolle ein, die eine Antwort auf die bisherige elektromobile Zersplitterung in Modellregionen gibt.“
