Unter der Leitung des Wirtschaftsdelegierten in Shanghai, Mag. Raymund Gradt, präsentierten sich zwölf Zulieferer und Dienstleistungspartner aus Österreich vor den Einkaufs- und Engineering-Abteilungen führender chinesischer und internationaler Fahrzeughersteller wie Shanghai Volkswagen, Ford Motor, Magna, Qoros Auto, South East, Changan PSA, BYD und der Guangzhou Automobile Group.
Der Wirtschaftskammer in Shanghai gelang es auch diesmal, die erste Ebene der Einkaufsorganisationen bei den OEM zu gewinnen; Raymund Gradt zeigte sich beim Abendempfang in der Residenz zufrieden mit den B2B-Kontakten: „Die Qoros Automanager kamen aus dem Unternehmensbereich Gesamtfahrzeugentwicklung und Beschaffung; bei S-VW hat sogar der oberste Einkaufschef Jörn Hasenfuß zugesagt, sein chinesischer Vize war ebenfalls anwesend.“
Die österreichischen Autozulieferer waren mit den B2B-Gesprächen in Shanghai, Fuzhou, Shenzhen und Guangzhou zufrieden und freuen sich auf interessante Folgetermine.
So auch der Trauner Maschinenhersteller Anger High Performance Machining, der schon zum zweiten Mal mit an Bord ist und China inzwischen besser kennt: „Wir sind für diese Gesprächsrunde noch besser vorbereitet und haben eine genaue Vorstellung, was wir von einem zukünftigen chinesischen Partner erwarten“, so Dieter Bahn, Geschäftsführer von Anger Machining. „Eine Lokalisierung unserer Transferzentren, basierend auf der innovativen Reihentechnologie, und die Anpassung unserer Maschinen an den chinesischen Markt ist unerlässlich, um unsere Wettbewerbsfähigkeit noch weiter zu steigern“, ergänzt Bahn.
Auch die MELECS-Gruppe, hervorgegangen aus der Siemens AG Österreich, ist mit dem Bereich Elektronikfertigung (EWS) mit drei Mitarbeitern stark vertreten. „Wir haben aktuell ein automotives Kundenprojekt in China in der Umsetzungsphase und wollen unsere Elektronik-Kompetenz in Asien in mehreren Geschäftsbereichen noch weiter verstärken“, so Bernhard Pulferer, COO und Executive Vice-President der Melecs-Holding aus Wien.
Bernd Badurek, Director BRIC der Miba Sinter Firmengruppe ist schon länger vor Ort, schätzt aber die Netzwerkfunktion der WKO ebenso wie ELB Form (Repräsentanz in Shanghai) und Wolldorfs Leder.
Die eigentliche Aufarbeitung für die 12 teilnehmenden Firmen beginnt aber erst jetzt und so mancher Zulieferer sitzt bald wieder im Flieger nach Shanghai. Der China-Geleitzug ist inzwischen wieder in Österreich angekommen, und Raymund Gradt konzentriert sich wieder auf die nächste Delegation.
