So voll wie diesmal hat man den Genfer Salon am ersten Pressetag noch selten gesehen. Was ebenfalls auffällt: Die Zahl der neuen Modelle ist langsam, aber sicher selbst für Eingeweihte kaum mehr zu überblicken. Jede noch so kleine Nische muss von jedem Hersteller, der etwas auf sich hält, besetzt werden. Doch die Gefahren sind unübersehbar: So benötigt die französische PSA-Gruppe dringend Geld, um in neue Bereiche zu investieren, die für das langfristige Überleben wichtig sind – Geld, das durch die Allianz mit General Motors ins Haus kommt.
Unabhängige Beobachter wie der deutsche Automobilexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer warnen jedoch: Der europäische Pkw-Markt wird heuer um zumindest 5 Prozent zurückgehen. Und was weltweit passieren wird, weiß niemand. Bleibt also zu hoffen, dass der Glanz aus Genf sich auch in der Gloria der Manager niederschlagen wird.
In Genf sind heuer – wenn die Veranstalter richtig gezählt haben – übrigens 180 Welt- bzw. Europapremieren zu sehen: 140 davon betreffen Pkws, Spezialkarosserien und veredelte Fahrzeuge, 40 entfallen auf den Bereich Zubehör, Ersatzteile, Zulieferer und Werkstatteinrichtungen. 260 Aussteller haben ihre großteils aufwändigen Stände auf einer Fläche von 110.000 m2 aufgebaut.
Nach den beiden Tagen für die Presse und für Fachbesucher ist der Salon ab Donnerstag (8.3.) für das Publikum zugänglich; bis 18.3. werden rd. 700.000 Besucher erwartet.
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