„Europa ist an einem kritischen Augenblick angelangt“, befand Marchionne am Dienstag (28.2.) bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und anderen Spitzenpolitikern in Brüssel. Um die Nervosität der Märkte außerhalb Europas und den momentanen wirtschaftlichen Gegenwind zu beruhigen, bedürfe es einer starken Industriepolitik, um die Position Europas als Hersteller zu untermauern. „Heuer wird ein sehr herausforderndes Jahr für Europa und die Automobilindustrie“, sagte Marchionne. Selbst die optimistischsten Prognosen würden nur einen gleich bleibenden Absatz vorhersehen. „Faktum ist, dass sehr wenige Autohersteller heutzutage in Europa Geld verdienen. Das ist nicht vertretbar, und das muss sich ändern.“
Schließlich sei die europäische Autoindustrie weltweit führend und arbeite auch global. Dass es der europäischen Autoindustrie gut gehe, sei auch wichtig für den gesamten Kontinent, sagte Marchionne. Mehr als 2,3 Mio. Menschen seien in Europa in der Automobilindustrie tätig, indirekt seien sogar 10 Mio. Jobs vom Wohlergeben in der Kfz-Branche abhängig.



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