Denn es handelt sich dabei weder um eine Erscheinung noch um einen verspäteten Faschingsscherz. „Die Anzahl der Autos wächst in den meisten österreichischen Städten stärker als die Bevölkerung“, sagt die Umweltbeauftragte der Diözese Graz-Seckau Hemma Opis-Pieber, Erfinderin und Organisatorin der Aktion, an der sich bislang 13.600 Österreicher beteiligt haben sollen. Erfahrungsgemäß fahre jeder Autofastende von Aschermittwoch bis Karsamstag durchschnittlich 15 km pro Tag weniger. Opis-Pieber sieht im Autofasten eine „Lösung mit Lichtblick“, durch die die Teilnehmer „Heilsam in Bewegung kommen“ können.
Unheilsam in Wallung geraten könnte die Geduld all jener, deren wirtschaftliche Existenz direkt oder indirekt vom Automobil abhängt, wenn sie die Beweggründe der Umweltbeauftragten für diese Aktion kennen: Aus ihrer Sicht „war 2011 im Blick auf nachhaltige Verkehrspolitik kein gutes Jahr. Feinstaubtage ohne Ende, Verschlechterungen im Zugsangebot, um 8,8 % gestiegene Pkw- Zulassungen. Ohne aktives Gegensteuern der Verantwortlichen fahren wir einer lebensfeindlichen Zukunft entgegen.“
Angesichts dieser Argumente fühlen auch wir uns gezwungen, aktiv gegenzusteuern und beten für ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2012.
www.autofasten.at
