Der extrem kalte mit gehörigen Schneemengen verbundene Winter habe dem M+S-Ersatzbedarfsgeschäft keine zusätzlichen Verkaufsimpulse verliehen, sagen Lieferanten sowie Reifengroß- und Einzelhändler.
Die Sellout-Zahlen werden zwischen 6 und 8 % Mengenminus interpretiert, jedoch habe man von den deutlichen Preiserhöhungen sowohl industrie- als auch handelsseitig profitieren können. Diese seien je nach Dimensionen zwischen 10 und 20 %, die den Käufern beaufschlagt worden seien, gelegen, erzählen sich die Marktmacher off the records.
Allerdings schlägt erst jetzt vielen die Stunde der kaufmännischen Wirklichkeit, denn manche im Vorjahr angelegten Überlager werden bereits von Jobbern aus ganz Europa unter Einstandspreisen angekauft und es würde niemand wundern, wenn zu Beginn der Saison manche Reifenmengen unter den Industrieabgabepreisen in den Endverbrauchermarkt gelangen. Ergo geht heuer niemand von weiteren Preiserhöhungen aufgrund der Rohstoffpreisargumentation aus. Der Handel rechnet 2012 im Pkw-Sommerreifen-Einlagerungsgeschäft mit einem deutlichen Minus von knapp unter 10 %. Eine weiterhin schlechte Performance kennzeichne das Lkw-Reifengeschäft, sagen befragte Reifenmarktmacher.
