Es sind gleich mehrere Probleme, die den Pannenfahrern und Mechanikern in den Werkstätten derzeit zu schaffen machen: Zu den altersschwachen Batterien, die bei niedrigen Temperaturen traditionell ihren Geist aufgeben, kommt in diesen Tagen auch noch der eingefrorene Diesel.
„Das letzte Mal war es vor sechs Jahren so schlimm“, sagt Gerhard Samek, Leiter der Pannenhilfe beim ÖAMTC. 1.500–1.600 Einsätze sind allein in Wien und Umgebung täglich zu bewältigen; das ist etwa das Dreifache der üblichen Zahl. Zu den 46 Pannenfahrern, die im normalen Wiener ÖAMTC-„Dienstradl“ eingesetzt sind, wurden rd. 30 weitere Fahrer aus der Bereitschaft einberufen. Jeder von ihnen hat stets (also auch in der Bereitschaft) sein eigenes Fahrzeug zur Verfügung.
Dass der Diesel paraffiniert, kommt lt. Samek derzeit vor allem im Umkreis von Billigtankstellen vor: „Bei Markensprit haben wir weniger Probleme, da er bis -32 Grad funktionieren sollte.“ Doch dies scheint auch nicht immer der Fall zu sein, wie sich in der Praxis gezeigt hat: Denn Betroffene, bei deren Autos der Diesel paraffiniert ist, versichern, in den vergangenen Monaten stets bei Markentankstellen gewesen zu sein. Kann natürlich auch sein, dass Kondenswasser im Dieselfilter eingefroren ist.
Erschwerend kommt derzeit auch der starke Wind dazu, der vor allem in ungeschützten Bereichen stehende Autos lahm legt. Übrigens: Additive, die derartige Dinge verhindern könnten, sind beim ÖAMTC derzeit so gut wie ausverkauft.
Beim ARBÖ rät man übrigens von einem alten „Hausmittel“ – dem Beimengen von einigen Liter Benzin – dringend ab: Moderne Diesel-Fahrzeuge seien dafür nicht geeignet.
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