In der Begründung der amerikanischen Rating-Agentur Standard & Poor´s „Rat(ing)Pack“ für die Herabstufung war an erster Stelle der unklare Kurs Österreichs bei der Budgetsanierung angeführt sowie die monetär verbundenen Entwicklungen bei den Nachbarstaaten Italien und Ungarn. Davon einmal abgesehen bescheren Länder wie Griechenland, Irland, Spanien oder Portugal der Arche Europa nahezu täglich eine immer bedrohlicher werdende Schräglage.
In dieser Situation kommt nun mit Kroatien ein weiteres europäisches „Problemkind“ in die EU. Die ansonsten so harschen Qualitätsregeln der US-Rating-Organisationen finden hier keine Anwendung. Mit Kroatien können die EU-Strategen ihren Rettungsschirm gleich von 500 Mrd. auf 1 Billion € aufspannen. Bei diesen Beträgen ist das auch egal: Die Herrschenden in Brüssel werden den derzeit die Welt beherrschenden Kapitalismusregeln folgend wieder schnell ihr real ohnehin schon ziemlich geleertes Füllhorn über einem Fass ohne Boden öffnen. Diese Übung wird dann sicherlich auch noch Serbien, Bosnien-Herzegowina, Moldawien und wirtschaftlich ähnlich positionierten Ländern zuteil werden.
Der wirtschaftliche Genozid vollbringt sein Werk und ich lenke in ihrer Wirkung auf das geschundene Japan rund um Fukushima: Der notwendige Wiederaufbau der Region verhilft dem Land zu 6 % Wirtschaftswachstum.
Wie tief müssen wir noch sinken, damit es auch bei uns wieder aufwärts geht?