Die Wiener Ringstraße wurde in jüngster Vergangenheit immer häufiger aus verschiedenen Gründen und Anlässen für einige Stunden gesperrt. Zwar wird sie dadurch von Emissionen und Lärm befreit. „Leider sind Letztere aber durch die Ringsperre nicht verschwunden, sie sind einfach woanders. Und sie sind nicht gleich hoch, sondern um ein Vielfaches höher“, sagt Studienleiter Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz. Penibel listen die Autoren die Folgen auf: Eine dreistündige Sperre vom Opernring bis zum Schottentor mit vorgesehener Umleitung über die 2er-Linie und den Gürtel verursacht je nach Änderung der maßgebenden Parameter 4- bis 8-mal höhere Emissionen als an normalen Tagen ohne Sperre, mit stündlichen Spitzenwerten bis zu 15-mal höheren Emissionen. ?„Die Versammlungsfreiheit gehört zu den Grundrechten in Österreich und damit auch das Demonstrationsrecht“, so Lenz. Die zuständige Behörde darf solche Veranstaltungen nur verbieten, wenn die öffentliche Sicherheit oder das öffentliche Wohl gefährdet werden. „Wenn aber durch eine Sperre und eine Demonstration auf einem ganz bestimmten Straßenabschnitt Schadstoffemissionen um ein Vielfaches ansteigen und somit das öffentliche Wohl gefährdet wird, scheint es zumutbar, die Demonstration auf andere Straßenabschnitte zu verlegen“, so Lenz. Die Studie kann beim Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) unter info@oevk.at angefordert werden.
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