„Insgesamt ist das Jahr 2011 daher ein insolvenzseitig gutes Jahr für die Wirtschaft. Die österreichischen Unternehmen haben heuer teilweise solide Gewinne geschrieben, die Auftragsbücher haben sich vielfach erholt“, sagt Kantner. So sank die Anzahl der eröffneten Insolvenzen im Kfz-Bereich von 109 (2010) auf 95 (-12,8 %). Ebenso fielen die mangels Masse abgewiesenen Konkursanträge von 93 (2010) auf 77 (-17,2 %). Der erfreuliche Trend manifestiert sich auch in der Anzahl der Gesamtinsolvenzen. Gingen im Jahr 2010 noch 202 Unternehmen Pleite, waren es heuer 172 (-14,9 %). Besonders positiv: Die Summe der geschätzten Insolvenzverbindlichkeiten sank von 107 Mio. € im Jahr 2010 um satte 51 % auf 51 Mio. €.
Für 2012 erwartet der KSV keinesfalls eine dramatische Zunahme der Unternehmenszusammenbrüche, sondern eher eine Seitwärtsbewegung, also ein Insolvenzgeschehen etwa auf dem Niveau von 2011. „Der Rückgang der Exportgüter in Deutschland im letzten Quartal von 18 auf 10 % kann sich im automotiven Bereich sowohl auf das Transportgewerbe als auch auf die Zulieferer in Österreich auswirken, allerdings aus jetziger Sicht nur geringfügig“, so Kantner.
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