In einem Leserbrief an „News“-Chefredakteur Peter Pelinka beschwert sich Burkhard Ernst über das „kontinuierliche mediale und vor allem populistische Vorführen des Automobils“, das bei genauer Recherche in Relation zu den effektiven Schadstoffsündern gebracht werden sollte. „Ganz egal, ob es sich dabei um CO2, NOx oder Feinstaub handelt, wird immer zuerst der Verkehr und ganz besonders der Pkw-Verkehr als Schuldiger gefunden. Wohl wissend, dass die Grüne Fraktion einen Feldzug gegen das Automobil – vergleichbar mit den Kreuzzügen des Mittelalters – führt, entsprechen die angeführten Argumente fast nie der Realität.“
Ernst führt in seinem Leserbrief auch die wahren Verursacher von Feinstaub an:
Industrie 40 %
Raumwärme 20 %
Landwirtschaft 20 %
Verkehr 15 %
Sonstige 5 %
Laut den Angaben von Ernst würde auch die Verhängung von Tempo 30 mehr Feinstaub erzeugen als Tempo 50. Abschließend wiederholt er seine Forderung nach Wiedereinführung einer Öko-Prämie und geht mit den Besitzern älterer Fahrzeuge recht hart ins Gericht: „Hingegen rege ich nochmals an, dass von den gerundet 5 Mio. Fahrzeugen, die sich auf Österreichs Straßen bewegen, jene gerundet 1 Mio. Fahrzeuge, die älter als 13 Jahre sind und der Euro-0- oder -1-Kategorie entsprechen, von Österreichs Straßen verbannt werden und in den Hochofen kommen. Diese Maßnahme wäre absolut sinnvoll, denn ein Euro-0-Auto emittiert 100 Mal so viele Schadstoffe wie ein fabrikneues Euro-5-Auto. Eine solche Öko-Prämie für Leute, die von einem derartigen Auto auf ein modernes umweltschonendes umsteigen, würde wirklich Sinn machen.“
