Lofalk glaubt nicht mehr an eine realistische Chance auf einen Neustart der Produktion. Dieser Eindruck ist nicht von der Hand zu weisen: In den vergangenen Tagen hat erst die chinesische Autohandelskette Pang Da, eigentlich gemeinsam mit Youngman seit Monaten deklarierter Übernahme-Interessent, ihre Versprechungen zurückgezogen. Als Ersatz wurde die Bank of China ins Spiel gebracht, die aber keine konkreten Taten folgen ließ. Außerdem hieß es, die Chinesen wollten doch nicht die Mehrheit, sondern nur 49,8 % von Saab – was aber gleichgültig ist, denn Ex-Eigentümer GM weigerte sich, einer Weitergabe von Technologielizenzen nach China zuzustimmen.
Unterm Strich steht, dass die 3.500 verbliebenen Mitarbeiter von Saab auch im Weihnachtsmonat nicht wissen, ob und wann ihre Gehälter bezahlt werden. In Österreich wurde unterdessen im November nur mehr eine einzige Neuzulassung verzeichnet. Seit dem Jahresbeginn kam Saab auf 164 Zulassungen, davon 133 im 1. Halbjahr. Im April war die Produktion in Trollhättan eingestellt worden.
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