Österreicher, die bereits an den Pressetagen die Veranstaltung in der japanischen Hauptstadt besuchen durften, berichten, dass nach dem Fernbleiben vor zwei Jahren (nicht zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise und des Boykotts vieler Japaner bei der IAA 2009) heuer auch wieder zahlreiche europäische Hersteller in Tokio vor Ort seien. Tonangebend seien aber nach wie vor die japanischen Firmen, die neben den künftigen Serienmodellen auch mit allerlei Studien ihre Kompetenz in Zukunftstechnologien beweisen wollen.
So bietet Toyota in Tokio die Weltpremiere der Sportwagen-Studie GT-86 (also gewissermaßen den neuen Celica), der im Sommer 2012 ebenso nach Österreich kommt wie der technisch eng verwandte BRZ von Subaru: Die Allradspezialisten stellen auch den neuen Impreza vor, der in rd. einem Jahr den Weg zu uns finden wird. Noch ein Wort zu Toyota: Die Technik des Aqua wird man in rd. einem Jahr auch im Toyota Yaris Hybrid finden. Unter der Bezeichnung Takeri lässt Mazda bereits ungetarnte Einblicke auf den neuen Mazda6 zu, der Ende 2012 in Österreich zu kaufen sein wird.
Mitsubishi hat den Colt-Nachfolger („Mirage“) auf seinem Stand, der aber nicht mehr wie bisher in Holland gebaut wird, sondern in Thailand: Er wird Ende 2012 nach Österreich kommen, übrigens kurz vor dem nächsten Outlander, der möglicherweise auch bei uns als Plug-in-Hybrid zu haben sein wird.
Honda stellt auf seinem Stand u. a. das Plug-in-Auto AC-X vor, Nissan lässt uns über seinen dreisitzigen City-Floh namens PIVO3 schmunzeln. Das Auto hat Radnabenmotoren und angeblich durchaus Chancen auf Verwirklichung. Suzuki lässt die Besucher nicht nur auf die Kleinwagenstudie Regina blicken (über deren möglichen Export nach Österreich wir noch keine verbindlichen Angaben machen können), sondern zeigt auch die Range-Extender-Version des Swift.
Noch einmal zurück zu den europäischen Herstellern: Bei Audi steht in Tokio der A1 Sportback (Österreich-Premiere im Februar 2012), VW zeigt den Passat Alltrack (bei uns ab Frühjahr 2012) und lässt uns mit dem Cross Coupé auf eine neue SUV-Generation blicken. Bei BMW finden vor allem die Elektroautos i3 und i8 Interesse, Mercedes stellt seine IAA-Neuheiten nun auch den Japanern vor.
Generell seien die Japaner bedacht, nach den Katastrophen des Frühjahrs (Erdbeben, Tsunami, Fukushima) und angesichts eines sinkenden Heimmarkts möglichst viel Zweckoptimismus zu verbreiten, meint ein Beobachter.
Die Motorshow ist vom 3. bis 11.12. für das Publikum geöffnet.
www.tokyo-motorshow.com/en
