Wenn ein einziges Auto der Klasse Euro 0 losfährt, verursacht dies denselben Schadstoffausstoß wie 100 Autos der aktuellen Kategorie Euro 4. Doch noch immer sind mehr als 1 Mio. Pkws der Klassen Euro 0 und Euro 1 auf Österreichs Straßen unterwegs (also älter als 13 Jahre). Sie durch neue, moderne Autos zu ersetzen, wäre also im Kampf gegen den Feinstaub ein Gebot der Stunde, meint Burkhard Ernst. Am ehesten würde man solche Fahrzeuge durch eine Neuauflage der Ökoprämie aus dem Verkehr ziehen.
Doch keinesfalls dürfe man den Pkw-Verkehr allein für den Feinstaub verantwortlich machen, warnt der BGO. Die Autohersteller hätten ihre Hausaufgaben bereits gemacht, während es beispielsweise beim Thema Heizungsanlagen noch einen erheblichen Optimierungsbedarf gebe.
Laut Angaben von Ernst ist die Verschrottungsprämie im Jahr 2009 ein gutes Geschäft für den Staat gewesen: 30.000 Fahrzeuge wurden gefördert; durch die Verkäufe flossen Steuereinnahmen von 120 Mio. € ins Finanzministerium.
