Im Herbst 2010 hat sich Univ.-Prof. Dr. Bernhard Wielke entschlossen, zur „Weiterentwicklung“ seiner Formel zur Berechnung des „merkantilen Minderwertes“ Anregungen vom Chefsachverständigen des Versicherungsverbandes einzuholen. Mit dem für die Versicherungen durchaus erfreulichen Resultat, dass sie sich mit der von Wielke Anfang 2011 durchgeführten „Anpassung“ der Sacher-Wielke Formel bei der Liquidierung von Kfz-Schäden seither eine Menge Geld ersparen können.
AUTO & Wirtschaft hat im November 2011 exklusiv über diese Zusammenhänge berichtet. Die Reaktionen haben gezeigt, dass nicht alle Kfz-Sachverständigen mit Wielkes Vorgangsweise einverstanden waren. Auch wenn der einer Kritik abholde Wielke diese neutrale A&W-Analyse als „Pamphlet“ abgekanzelt hat.
Dessen ungeachtet ist er als Verbandsobmann der Kfz-Sachverständigen (Wien, NÖ, Bgld) überzeugt, weiterhin das volle Vertrauen der Mehrheit seiner Kollegen zu haben. In der von ihm kurzfristig auf den Nikolausabend anberaumten Fachgruppensitzung wollte er deshalb für die nächsten vier Jahre erneut zum Obmann gekürt werden.
Für die zwischenzeitig auf den 15.12.2011, 17:00 Uhr, verschobene Wahl hat sich zwischenzeitig mit Dr. Wolfgang Pfeffer ein Gegenkandidat herauskristallisiert. Womit es erstmals seit Jahren zu einer tatsächlichen Stichwahl über die künftige Ausrichtung dieser für die Kfz-Branche so wichtigen SV-Sparte kommen wird, bei der die Mitglieder des Sachverständigenverbandes auch mittels Briefwahl an der Entscheidung mitwirken können.
