Unter dem Slogan „Für mehr Parkplätze und bessere Luft“ werden mit 1.3.2012 die Parkscheine in Wien massiv verteuert. Dazu passend wird die Strafe für das Falschparken von 21 auf 36 € angehoben. Frau „Witze“bürgermeisterin Maria Vassilakou: Die von Ihnen und Ihren Grünen propagierte Parkraumbewirtschaftung ist kein Verkehrslenkungsinstrument, sondern schlichte Geldbeschaffung. Wenn Menschen künftig nachdenken, sich das Autofahren wirklich zu überlegen, werden sie das sicherlich auch bei anderen Fragen der Leistbarkeit im Familienbudget tun. Die Wirtschaft wird sich weiter einbremsen, v. a. wenn der Autoanteil am Gesamtverkehrsaufkommen innerhalb kurzer Zeit auf 20 % sinkt.
Eines erreicht die „grüne“ Politikerin: Sie findet in den total verschuldeten Kommunen eifrig Nachahmer. Für die Bevölkerung wird es teuer.
Irgendwann beginnt die Suche nach dem kleinsten Übel. Der Wähler in seinem Überlebenstrieb wird beim nächstbesten Urnengang die Grünen aus dem (Stadt-)Parlament kippen.
Zunächst einmal werden wir alle leiden. In einer Mobilitätsrealität, in der durchorchestrierte Verkehrsclub-Maschinerien bald quartalsweise neue Steuermodelle spinnen – und noch viel mehr auf der Strecke Gebliebene, die den Vassilakous dieser Zeit beim Scheitern zusehen, sind herkömmliche Verkehrsmaßnahmen nicht zu dumm, sondern zu wenig dumm geworden. Vermutlich wird es mehr Parkflächen geben – bei sinkenden Einnahmen.
Alles klar, Frau Vassilakou?
* Wiener Parkscheine-Verteuerungsprogramm
30 Minuten von 60 Cent auf 1 €
60 Minuten von 1,20 € auf 2 €
90 Minuten von 1,80 € auf 3 €
120 Minuten von 2,40 € auf 4 €
