Im branchengerechten Ambiente des Red-Bull-Rings erläuterten Landesgremialobmann Ing. Klaus Edelsbrunner und sein Pendant bei den Kfz-Technikern, Komm.-Rat Josef Harb, ihren Einsatz für die Automobilwirtschaft. Das Gremium (http://portal.wko.at/wk/startseite_dst.wk?dstid=4137) sorgt beispielsweise mit dem in der Steiermark entwickelten Berufsbild des „Automobilkaufmanns“ für qualifizierten Nachwuchs. Für das Schuljahr 2011/12 gibt es bereits 113 Anmeldungen, die Zahl der Ausbildungsbetriebe ist von 80 auf 92 gestiegen. Andere Bundesländer zeigen Interesse am steirischen Vorbild: „Das ist eine Erfolgsgeschichte, die mittlerweile auf Österreich übergegriffen hat“, zeigt sich Edelsbrunner zufrieden. Mit Ständen auf Berufsinformationsmessen, einer eigenen Homepage und einem Auftritt auf Facebook soll das Interesse seitens der jugendlichen Schulabgänger lebendig gehalten werden.
Noch früher setzt die Innung (http://portal.wko.at/wk/startseite_dst.wk?angid=1&dstid=3325&opennavid=0) an: Sie freut sich über das von der Bundesinnung beim A&W-Verlag in Auftrag gegebene „Pixi-Buch“ für die kleinsten Werkstattbesucher. „Man kann nie früh genug anfangen, das Interesse für unseren Beruf zu wecken“, so Harb, der stolz auf die Leistungen der steirischen Kfz-Techniker ist: Beispielsweise wurden 3 der letzten 4 Bundeslehrlingswettbewerbe von Steirern gewonnen.
Herausforderungen gibt es freilich ebenfalls: So kämpft das Gremium für den Vorsteuerabzug aller betrieblich genutzten Fahrzeuge und gegen „Scheinunternehmer“, die sich nur Probefahrtkennzeichen erschleichen wollen. Die Innung setzt auf Branchenwerbung im Radio, um sich vom „Pfusch“ abzuheben: „Reparaturen in Fachbetrieben sind trotz besserer Ausbildung und Ausstattung oft nicht teurer als beim Pfuscher“, betont Harb.
Einig sind sich Gremium und Innung in ihrer Ablehnung des in Graz immer wieder geforderten Feinstaub-Fahrverbots. Im Umwelt- und Verkehrslandesrat Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ) haben sie einen Verbündeten gefunden: „Ich sage nach wie vor kategorisch ‚Nein’ zu einer Umweltzone in Graz. Ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge würde 1.500 Arbeitsplätze in unserer Landeshauptstadt bedrohen “, betonte der Landespolitiker in Spielberg.