Dies machte Dipl.-Ing. Günther Lichtblau, Abteilungsleiter Verkehr & Lärm der Umweltbundesamt GmbH/Wien, beim Eurotax Branchengespräch in St. Pölten deutlich. Und der Handlungsdruck zur Einführung der bereits verfügbaren Technologie verlagere sich bei nicht ausreichend strengen Emissionsgrenzwerten von der EU-Ebene auf die nationale, regionale bzw. lokale Ebene.
Da sei man, so Lichtblau mit Hinweis auf das NOx-Problem, derzeit bereits angelangt. Als Konsequenz sei in Zukunft mit Geschwindigkeits- bzw. Fahrbeschränkungen, aber auch wirtschaftlichen (Anreiz-)Maßnahmen – zum Beispiel mit zeitlich gestaffelten Mauten – auszugehen. 
Kalkuliert über das Gesamtverkehrssystem ändere sich zwar durch generelles Tempo 30 (wie zum Beispiel in Graz) wenig, weil lokalen Verbesserungen ebenso kleinräumige Verschlechterungen gegenüberstünden. Generell positiv zu beurteilen sei aber die Gesamtheit der Effekte, wenn Tempo 30 in ein Verkehrsgesamtkonzept eingebettet sei.
Unter anderen habe Wien ein veritables Luftgüteproblem, machte er deutlich: Schon früher war die Westeinfahrt ein Hotspot. Generell sei an verkehrsnahen Stellen – wie am Ring und am Gürtel – von Luftgüteproblemen auszugehen.



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