Mit Ausnahme vereinzelter Reifengrößen – und auch die gibt es, wenn der Preis keine vorrangige Rolle im Einkauf spielt – ist der heimische Reifenhandel bestandsseitig gut sortiert. Diese Aussage basiert auf einer Verbandsumfrage in Deutschland, der Schweiz und in Österreich. Auffallend ist, dass nahezu jeder Branchenteilnehmer der Warenknappheit das Wort spricht, wohl um eine weitere Saison mit gutem Ertragserfolg abwickeln zu können. Namhafte Onlineplattformen haben kein Problem, da oder dort überschüssige Ware in nahezu allen Dimensionen wettbewerbsfähig anbieten zu können. Das zeigte sich jüngst auch auf der französischen Fachmesse Equip Auto, wo international anerkannte Reifengroßhändler die Meinung vertraten, überschüssige Ware in die Alpenregionen gut vermarkten zu können.
Die Wintersaison ist voll im Laufen, wozu auch die anfangs vom Reifenhandel kritisierte „Winterreifenpflicht“ beiträgt, unnötige Staus bei den Reifenwechselstationen zu vermeiden und auch gleich Servicearbeiten am Kfz zu erledigen. Kfz-Betriebe kommen ohne zwei Reifensaisonen ansonsten nicht mehr auf ihre Zielumsätze. Besonders zufrieden mit dem Saisonverlauf zeigen sich Handels- und Serviceketten wie Forstinger, A.T.U Unger usw. Dennoch erwarten die österreichischen Marktbeobachter in Stückzahlen keinen attraktiv steigenden Winterreifenmarkt: 3 bis 5 % werden kolportiert, mit 2 % statistischem Plus wird schlussendlich gerechnet.
