Eine Verhaltensbiologin und zahlreiche Finanzierungsprofis trafen
beim diesjährigen Leasingforum aufeinander: Dieses fand Mitte
September im neuen "Erste Campus" statt.
Einer breiterenÖffentlichkeit ist die Verhaltensbiologin Mag. Dr.
Elisabeth Oberzaucher aus den "Science Busters" bekannt, ihre kuriose
Forschungsarbeit über die 1.171 Kinder eines marokkanischen Königs
brachten ihr den alternativen "Ig-Nobelpreis" ein. Beim diesjährigen
Treffen des Verbands ÖsterreichischerLeasing-Gesellschaften (VÖL)
widmete sie sich als Keynote Speaker dem Thema Auto. Dieses sei "ein
mobiles Territorium" und eben deshalb einer rein sachlichen
Betrachtung enthoben, so die Theorie von Oberzaucher: "Das Auto gibt
uns ein Gesicht und ist gleichzeitig ein Kommunikationsmittel in der
anonymen Großstadt." Verhaltensbiologisch interessant sei die
Designphilosophie der unterschiedlichen Autohersteller: Sie würden
die Fahrzeugfronten als "Gesichter mit Persönlichkeit und Emotionen"
inszenieren.
Beste Stimmung in der Leasingbranche
Ob es nun an verhaltensbiologisch erklärbaren Vorlieben, an
nüchternen Mobilitätsbedürfnissen oder (wohl am ehesten) an einer
Kombination aus beiden Faktoren liegt: Die zahlreich zum Leasingforum
erschienenen Mitglieder des VÖL dürfen sich über gute Kfz-Geschäfte
freuen. Im 1. Halbjahr 2016 stieg das Neugeschäft im Kfz-Leasingum
knapp 18 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. 4 von 10 neu zugelassenen
Fahrzeugen wurden geleast, wobei die durchschnittliche Vertragssumme
mit 24.879 Euro um 4,3 Prozent über dem Vergleichswert aus 2015 lag.
Noch stärker wuchs das Neugeschäftsvolumen der heimischen
Fuhrparkmanager, die sich bisEnde Juni über ein Plus von 31,2
Prozent auf 397 Millionen Euro freuen durften.
Für das Gesamtjahr fallen die Einschätzungen der VÖL-Mitglieder
größtenteils ähnlich positiv aus. Kein Wunder, dass im Erste Campus
noch bis in die späten Abendstunden bei bester Stimmung genetzwerkt
wurde!