Haben Sie kürzlich ChatGPT oder eine andere KI beauftragt, eine Kunden-E-Mail oder einen Social-Media-Beitrag zu schreiben? Das Ergebnis war vermutlich sekundenschnell da. Ganz gut strukturiert und fehlerfrei. – Trotzdem war der Text so aufregend wie eine Betriebsanleitung?

Das ist typisch KI. Sie liefert (sofern sie nicht bezahlt personalisiert ist) solide Rohware, aber der Funke springt nicht über. Auch nicht auf Ihre Kunden. Damit Ihre Texte nicht steril wirken, müssen Sie der KI die „Roboter-Stimme“ austreiben. Hier 5 Stellschrauben für die Praxis:

1. Füttern Sie die KI mit Ihrem Schreibstil. Kopieren Sie zwei bis drei typische und gelungene Texte in den Chat und befehlen Sie der KI: „Analysiere den Schreibstil, die Wortwahl und den Satzbau in diesen Texten. Schreibe künftig alle Antworten genau so, als ob ich sie selbst verfasst hätte.“

2. Erstellen Sie einen „Persona-Prompt“: Geben Sie der KI zu Beginn eines Chats oder in einem Projekt eine Identität. „Du kennst meine Vorlieben, denkst pragmatisch, schreibst in kurzen Sätzen und hast einen subtilen Humor. Wenn ich dir eine Frage stelle, antworte so, wie ich es tun würde.“ 

3. Definieren Sie Dos & Don‘ts. Jeder Mensch hat sprachliche Eigenheiten. Erstellen Sie eine Liste mit allen Dingen, die die KI tun oder lassen soll. Nutzen Sie dazu die Spracheingabe. Sprechen ist natürlicher, die KI lernt Ihren echten Rhythmus schneller kennen.

4. Misten Sie aus und mischen Sie eine Dosis Realität bei. KI liebt Passivformulierungen, Dreiklänge oder epische Schachtelsätze. Ändern Sie, kürzen Sie, werfen Sie typische KI-Floskeln hochkant raus und bringen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und Anekdoten ein. 

5. Kommen Sie optisch auf den Punkt. Niemand hat Lust oder Zeit für Textwüsten. Verwenden Sie 

Interesse weckende Überschriften, Fettdruck, Aufzählungen. Ordnen Sie das der KI ebenfalls an.