Bei seinem „Investor Day“ in den USA hat Stellantis eine umfassende Strategie-Anpassung unter dem Titel „FaSTLAne 2030“ präsentiert. Während man die Markenlandschaft weiterhin nicht infrage stellt, sollen künftig vier globale Marken – Jeep, Ram, Peugeot und Fiat – neben fünf regionalen Marken stehen, diese sind Chrysler, Dodge, Citroën, Opel und Alfa Romeo. DS Automobiles wird unter Führung von Citroën weitergeführt, Lancia von Fiat. Auch Maserati wird als Luxusmarke bestehen bleiben, 2 neue Modelle wurden angekündigt. 
Wie es vonseiten des Konzerns heißt, sollen bis 2030 über 60 Neueinführungen und 50 Aktualisierungen kommen, davon sollen 29 BEVs, 15 PHEVs, 24 HEVs und 39 mHEVs oder Verbrenner sein. 

Plattformen als flexible Basis

CEO Antonio Filosa bekannte sich klar zur globalen Plattformstrategie, im Jahr 2030 sollen die Hälfte der verkauften Fahrzeuge auf drei globalen Fahrzeugplattformen stehen, welche von Grund auf modular aufgebaut sind und mit den unterschiedlichen Antriebssträngen kompatibel sind. Durch die Flexibilität bei den Antrieben könne man in den einzelnen Märkten rasch auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren. 

Kosten weiter streng im Blick

FaSTLAne 2030 wartet mit ambitionierten Finanz- und Kostenzielen auf: So will der Konzern 2030 Umsätze von 190 Mrd. Euro realisieren (154 Mrd. im Jahr 2025), gleichzeitig will man die Kosten laut „Value Creation Program“ ab 2028 jährlich um 6 Mrd. Euro senken. In Nordamerika sollen die Umsätze bis 2030 um 25 Prozent, in Europa um 15 Prozent gesteigert werden. In puncto Effizienz will der Konzern nicht zuletzt mit schnelleren Produkt-entwicklungszyklen punkten, die auf 24 Monate (von derzeit 40) gesenkt werden sollen. Die Produktionskapazitäten sollen weltweit besser ausgelastet werden, sowohl in den USA als auch in Europa peilt man 80 Prozent an. Zwar soll die Kapazität in Europa um 800.000 Einheiten reduziert werden, dafür sollen jedoch keine Standorte geschlossen werden, wie Filosa in einer Pressekonferenz bekräftigte. Nicht zuletzt durch Partnerschaften mit Leapmotor und Dongfeng will Stellantis das Produktionsvolumen erhalten.