Mit dem neuen Strategieplan „futuREady“ stellt die Renault Group die Weichen für die kommenden Jahre. Nach dem 2021 gestarteten Programm „Renaulution“, das den Konzern wieder in die Spitzengruppe der europäischen Automobilhersteller geführt hat, soll nun der nächste Schritt folgen: Renault will sich als europäischer Referenzhersteller auf globaler Ebene positionieren. "Gemeinsam werden wir mit futuREady zeigen, dass wir langfristig bestehen – und wir werden zum Benchmark der europäischen Automobilindustrie auf der globalen Bühne werden“, sagt François Provost, CEO der Renault Group.

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Der Plan stützt sich auf vier strategische Säulen: Wachstum, Technologie, operative Exzellenz und Vertrauen. Bis 2030 will die Renault Group weltweit 36 neue Modelle auf den Markt bringen, davon 22 in Europa und 14 auf internationalen Märkten. Parallel dazu soll das Kundenerlebnis über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge hinweg deutlich ausgebaut werden – von Neuwagen über Service und Gebrauchtwagen bis hin zu Finanz- und Energiedienstleistungen.

Vier Säulen bis 2030

  • Growth ready: 36 neue Modelle, stärkere Elektrifizierung und Ausbau des internationalen Geschäfts
  • Tech ready: neue Elektroplattformen, Software-Architekturen, KI und Over-the-Air-Updates
  • Excellence ready: geringere Kosten, schnellere Entwicklung, effizientere Produktion und Logistik
  • Trust ready: stärkere Einbindung von Mitarbeitenden, Händlern, Zulieferern und Partnern

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Technologisch setzt Renault auf die neue Elektroplattform RGEV Medium 2.0 mit 800-Volt-Architektur, hoher Reichweite und deutlich kürzeren Ladezeiten. Gleichzeitig soll die Software-Strategie ausgebaut werden: Künftig sollen 90 Prozent der Fahrzeugfunktionen per Over-the-Air-Update aktualisiert werden können. Perspektivisch will der Konzern den Schritt zum „Artificial Intelligence Defined Vehicle“ gehen, das zentrale Fahrzeugfunktionen intelligent steuert.

Einsparungen von 20 bis 30 Prozent

Auch bei der operativen Leistung formuliert Renault ehrgeizige Ziele. Mit dem breiten Einsatz von KI, digitalen Zwillingen und automatisierten Prozessen sollen Produktionskosten um 20 Prozent, Logistikkosten um 30 Prozent und der Energieverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus will der Konzern die Entwicklungszeiten neuer Fahrzeuge auf zwei Jahre verkürzen.

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Ein zentrales Element von „futuREady“ ist zudem die Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern. Renault setzt auf Qualifizierung der Beschäftigten, engere Partnerschaften mit Zulieferern und eine stärkere Rolle des Vertriebsnetzes. Bis 2030 will die Renault Group außerdem mehr als 300.000 Fahrzeuge für andere Hersteller auf drei Kontinenten produzieren.