Die geplante Umstellung vom derzeitigen Begutachtungsrhythmus 3-2-1 (in Jahren nach der Pkw-Erstzulassung) auf 4-2-2-2-1 hat für Unmut in der Kfz-Branche gesorgt. Begründet wird dieser mit massiven Sicherheitsbedenken. Diese Sorgen sind nicht ganz unbegründet. Eine parlamentarische Anfrage an Verkehrsminister Peter Hanke zielte konkret auf die Mängelstatistik ab und lieferte konkrete Antworten. Demnach zeigt sich ein relativ hoher Anteil an schweren Mängeln bereits nach drei Jahren. Bei Pkws (M1) und schweren Anhängern betrifft das mehr als 18 Prozent der überprüften Fahrzeuge, bei Zweirädern (L) bereits rund 39 Prozent.

Aus diesen Gründen sprechen sich Branchenvertretungen wie die Bundesinnung der Fahrzeugtechnik oder VFT entschieden gegen eine Verlängerung der „Pickerl“-Intervalle aus. Auch aus den Betrieben kommt Kritik an den geplanten Maßnahmen: Befürchtet werden Mehrkosten für die Kfz-Wirtschaft in Millionenhöhe. Diese müssten in letzter Konsequenz auf die Endkunden umgelegt werden. Wolle man deregulieren, so legt die Bundesinnung eine Zusammenlegung der aktuell drei verwendeten Datenbanken in eine „Fahrzeugdatenbank“ nahe.