Das Unternehmen bietet Beratungs- und Entsorgungsdienstleistungen in Europa und Nordamerika an. „Wir wachsen in unserer Gemeinschaft“, betonte Partslife-Geschäftsführer Daniel Grub bei der Congress-Eröffnung. Die nächste „Legal Entity“ soll in Niederlanden eröffnet werden, eine weitere in der Tschechischen Republik soll danach folgen. Am Heimmarkt Deutschland verfügt Partslife über einen Marktanteil von 90 Prozent, seit dem Vorjahr versucht man nun auch in den USA stärker Fuß zu fassen. Dort liegt die Abfallgesetzgebung in der Hand der Bundesstaaten, das macht es laut Grub -schwierig, „den Überblick zu behalten“.
„Österreich ist ganz wichtiger Markt“
„Wir wachsen stetig von Jahr zu Jahr“, verwies der Geschäftsführer auf einen Jahresumsatz von aktuell 18 Millionen Euro, in Vor-Corona-Zeiten hat dieser bei knapp 4 Millionen Euro gelegen. „Österreich ist für uns ein ganz wichtiger Markt“, verwies Grub auf die Aktivitäten im „ersten Auslandsmarkt von Partslife“. Einen ähnlich hohen Marktanteil wie in Deutschland gibt es hierzulande aber nicht, denn Kfz-Betriebe würden vielfach auf regionale Entsorger und auch nicht so stark auf Digitalisierung setzen. Partslife hingegen, so der Geschäftsführer, ist personell sehr effizient aufgestellt und setzt in der Kommunikation mit Werkstätten auf digitale Kanäle und nicht auf Telefonate. Als Partslife-Gesellschafter aus Österreich fungieren unverändert Birner und Auto-Teile Partner (ATP). „Es gibt in Österreich keine Region, in der es Probleme mit der Entsorgung gibt“, stellte Birner-Geschäftsführer Franz Lettner fest. Er schätzt, dass in Österreich aktuell rund 200 Kunden von Birner und Liqui Moly auf Partslife-Dienstleistungen setzen.
Werkstatt-Umfrage
Der Congress in Wien wurde auch von informativen Vorträgen und Podiumsdiskussionen begleitet. Auf der Bühne wurden unter anderem die Ergebnisse einer Partslife-Werkstattumfrage präsentiert. Demnach würde für 23 Prozent der Betriebe Nachhaltigkeit eine große, für weitere 32 Prozent eine mittlere Rolle spielen. Die Entsorgungskosten finden sich an dritter Stelle jener Kosten wieder, welche die Werkstätten aktuell stark belasten würden, war ein weiteres Ergebnis. Für die Diskutanten überraschend war das überwiegende Ja zur Frage, ob die Höhe der Entsorgungskosten gerechtfertigt sei. Hier steht die Transparenz bei der Mittelverwendung im Vordergrund, der Betrieb selbst müsste bei der Fülle an Entsorgung vor allem Rechtssicherheit haben, war der Tenor.
