Nissan hat seine langfristige Unternehmensvision vorgestellt und richtet den Blick damit klar über den laufenden Transformationsplan „Re:Nissan“ hinaus. Unter dem Leitmotiv „Mobility Intelligence for Everyday Life“ will der japanische Hersteller Künstliche Intelligenz, automatisierte Fahrfunktionen und verschiedene Elektrifizierungsformen stärker in den Alltag der Kunden integrieren. Im Mittelpunkt steht dabei ein konsequent kundenorientierter Ansatz: Fahrzeuge sollen sicherer, intuitiver, alltagstauglicher und insgesamt attraktiver werden.
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Konzernchef Ivan Espinosa bezeichnete den jetzigen Zeitpunkt als passend, um den künftigen Kurs des Unternehmens klar zu definieren. Ziel sei es, Technologien und Produkte mit hohem Nutzwert zu entwickeln und gleichzeitig die Basis für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.
Der bisherige Restrukturierungsplan „Re:Nissan“ liege im letzten Jahr seiner Umsetzung weiterhin im Plan und schaffe mit verbesserter Kostendisziplin, höherer Werksauslastung und einer frischen Produktoffensive die Grundlage für die nächste Entwicklungsphase.
Künstliche Intelligenz stark integriert
Technologisch setzt Nissan vor allem auf sogenannte AI-Defined Vehicles. Dahinter steht die Idee, Künstliche Intelligenz umfassend in Fahrzeugsteuerung, Sicherheitssysteme und Benutzererlebnis einzubinden. Langfristig soll die neue Nissan AI Drive-Technologie in rund 90 Prozent des Modellprogramms Einzug halten.
Ein erstes wichtiges Beispiel wird der neue Nissan Elgrand, der ab Sommer 2026 auf den Markt kommen und bis Ende des Geschäftsjahres 2027 mit einer neuen ProPILOT-Generation samt hochentwickelter autonomer Fahrfunktionen ausgestattet werden soll.
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Parallel dazu will Nissan die Elektrifizierung weiter ausbauen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die e-POWER-Technologie, die elektrisches Fahrgefühl ohne externes Laden ermöglichen soll. Ergänzt wird sie durch weitere elektrifizierte Antriebe, darunter neue Hybridlösungen für robuste Leiterrahmen-Fahrzeuge sowie Plug-in- und Range-Extender-Konzepte in Zusammenarbeit mit Partnern.
Auch das Modellprogramm wird gestrafft: Weltweit soll die Zahl der Baureihen von 56 auf 45 sinken. Nissan will schwächere Modelle auslaufen lassen und sich stärker auf strategisch wichtige Fahrzeuge konzentrieren. Dazu zählen künftige Kernmodelle:
- X-Trail beziehungsweise Rogue Hybrid e-POWER
- der vollelektrische Juke für Europa
- der Xterra für den US-Markt
- der Skyline für Japan
Der neue Nissan Juke
Der neue vollelektrische Nissan Juke ist vorgestellt und soll Nissans Elektrifizierungsstrategie in Europa weiter vorantreiben. Mit dem kompakten Crossover überträgt der Hersteller das markante, emotionale Design des seit 2010 erfolgreichen Juke in das Elektrozeitalter. Insgesamt wurden in Europa bislang 1,5 Millionen Exemplare verkauft.
Der Elektro-Juke ergänzt das wachsende EV-Portfolio der Marke, zu dem unter anderem Micra, Leaf, Ariya und Townstar zählen. Wie der neue Leaf soll auch der Juke künftig über Vehicle-to-Grid-Technologie verfügen. Parallel setzt Nissan weiterhin auf e-Power- und Hybridmodelle, um Kunden je nach Bedarf unterschiedliche Wege in Richtung elektrifizierter Mobilität anzubieten.
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Regional setzt Nissan künftig besonders auf Japan, die USA und China. Diese drei Märkte sollen nicht nur wirtschaftliche Stabilität liefern, sondern auch Innovation, Effizienz und globale Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben. Mit dieser Ausrichtung will Nissan seine Erholung absichern und sich langfristig als moderner, intelligenter und elektrifizierter Mobilitätsanbieter positionieren.
