Sommerzeit ist Urlaubszeit und damit in der Redaktion auch die „Jeder macht jetzt Sachen, die er sonst das ganze Jahr über nicht oder nur selten machen muss, weil der Kollege, der das sonst macht, im Urlaub ist“ -Zeit.
Also, während der eine sich bereits lässig in seiner Komfortzone suhlt, nein: weil er sich suhlt, muss der andere aus der seinigen raus. Als ob es nicht schlimm genug wäre, dass der sich bereits suhlen darf. Grummel, grummel, grummel!
Das führt zu manch spürbarer Turbulenz im Arbeitsalltag: So werde ich eher unsanft dazu herangezogen, doch mehr Beiträge für unseren zweimal wöchentlich erscheinenden E-Mail-Newsletter zu schreiben. Unsanft deshalb, weil die Newsletter-Urlaubsvertretung einen etwas direkteren Organisationsstil pflegt als der Normzuständige, welcher sich gerade im hohen Norden herumtreibt und vom Temperament her die Dinge eher auf sich zukommen lässt.
Schon vor Wochen wurde ich unter Anführung statistischer Publikationsdaten unmissverständlich aufgefordert, für unsere AUTO-Information während der Sommerwochen noch Interviews beizusteuern. Im selben E-Mail rieb mir der Überbringer der Botschaft seine ausufernden Urlaubsdaten hinein wie Salz in eine Schweinsbratlschwarte. Unfair, unfair, unfair!
Und dass ich meine Beiträge für die „andere Reichshälfte“ unseres Verlags, insbesondere einige Auto-Testberichte, in den letzten Wochen ein bissl schleifen ließ, wird sich nicht zuletzt deshalb unabwendbar rächen, weil sich besagte Reichshälfte praktisch geschlossen in den Ferien befindet. Wenigstens sitze ich, während ich an meinem Rückstand kiefel, im klimagekühlten Büro – schwitzt ihr nur an euren Stränden und in euren Campingbussen!
Aber meine Zeit ist auch bald gekommen, und: Wer sich zuletzt in seiner Komfortzone suhlt, suhlt bekanntlich am besten.
In diesem Sinne: Schönen Urlaub Ihnen allen, genießen Sie die freie Zeit!
