Nicht erst auf den ersten Metern auf der Straße, schon im Gespräch mit den Protagonisten und der Vorstellung der selbstbewussten Strategie von GAC kommt einem unweigerlich die Überlegung in den Sinn, ob „China Speed“ das Ganze ausreichend beschreibt. „The China Way“ wäre passender, denn mit Tempo allein hat das nichts zu tun.
Design aus dem Land der Pasta
Mit dem Aion V bringt GAC ein vollelektrisches Kompakt-SUV mit zeitgemäßen Leistungsdaten, etwa 510 Kilometer WLTP-Reichweite und 180-kW-Schnellladen. Ausstattung? Von stattlich bis üppig, der Startpreis liegt bei 35.990 bzw. 37.990 Euro. Beim kompakten UT war ein Hatchback, wie man ihn hierzulande traditionell gerne kauft, das Ziel. Immerhin 430 Kilometer Reichweite, der 60-kWh-Akku füllt sich in 24 Minuten von – Achtung! – 30 auf 80 Prozent. Zu haben ab 26.990 Euro.
Entworfen wird im Design-District von Mailand, wo Kunst präsent, das Leben schön und die Pasta frisch ist. Noch mehr alte Welt gefällig? Beide Modelle werden bei Magna in Graz „assembled“. Zwar nicht ganz „Made in Austria“, aber: „Ich glaube, dass das für viele Österreicher schon ein Kriterium ist“, so Thomas Forsthuber, Network Planning and District Management bei GAC-Importeur Colmobil.
Zehn Händler, sechs Modelle
Beim Ausbau des Händlernetzes will Forsthuber bis Ende des Jahres von fünf auf zehn Standorte wachsen. Teils greift Omoda auf das bestehende Omoda-Jaecoo-Netz zurück, es gibt aber auch viele Neubewerber. „Die ersten fünf sind schwerpunktmäßig in Niederösterreich, Oberösterreich, Wien.“ Auch bei den Modellen will man rasch zulegen. Forsthuber: „Wir werden nächstes Jahr zumindest fünf, vielleicht sechs Modelle haben, mit denen wir 80 Prozent der Segmente abdecken werden.“ Anders als mit Omoda/Jaecoo, will Colmobil mit Aion von vornherein auf das Flotten-geschäft abzielen. Für das erste Jahr peilt man rund 5.000 Verkäufe an.
