Zugegeben: Dass Škoda auch in Saudi-Arabien Autos verkauft, lief bisher unter meinem Radar. Doch bei einem Round Table von Škoda-Chef Klaus Zellmer mit einigen deutschen und 2 österreichischen Journalisten am 10. März kam auch das Thema Naher und Mittlerer Osten aufs Tapet. Der tschechische Hersteller ist in Jeddah seit 6. Februar mit einem Schauraum vertreten, und in Mlada Boleslav herrscht seit Kriegsbeginn „eine gewisse Nervosität“, wie es Zellmer ausdrückte.

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Denn Saudi-Arabien ist zwar (noch?) nicht von den Kampfhandlungen betroffen, doch in der Region brennt es lichtlerloh. Und Škoda hatte durchaus geplant, auch arabische Nachbarländer mit Fahrzeugen zu beliefern, die übrigens in Indien zu äußerst niedrigen Preisen gefertigt und dann exportiert werden.

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Viel mehr als eine Kaufzurückhaltung bei Kodiaq, Superb, Octavia, Kushaq und Karoq, die von der tschechischen Volkswagen-Tochter in Saudi-Arabien angeboten werden, würde den Konzern aber ein Wegfall anderer Modelle treffen. Denn es sind vor allem die Premiummarken Porsche, Bentley und Lamborghini, die der Volkswagen-Konzern im Mittleren Osten verkauft. Es sei nur ein kleiner einstelliger Prozentsatz aller Volkswagen-Fahrzeuge, sagte Vorstandsvorsitzender Oliver Blume am 10. März in Wolfsburg: „Aber die sind sehr margenstark.“

Was kommt als nächstes?

Und so wie dem deutschen Konzern geht es allen anderen Herstellern, auch wenn sie sich bisher noch nicht offiziell geäußert haben.

Die nächste Delle in der Bilanz!

  • Nach dem Krieg in der Ukraine.
  • Nach dem Verlust des russischen Marktes.
  • Nach den massiven Veränderungen in China.
  • Und nach der unberechenbaren Zollpolitik von Präsident Trump in den USA.

Da fragt man sich unwillkürlich: Was kommt als nächstes?