Die Eurostat-Daten zeigten: Während Länder wie Liechtenstein (767 Pkw), Italien (701) oder Luxemburg (670) besonders hohe Motorisierungsraten aufwiesen, bleibe Österreich vergleichbar mit Frankreich (579) oder Griechenland (579) – und liegt deutlich vor Ländern wie Dänemark (478), Schweden (470) oder Irland (466).
Die Zahlen verdeutlichten, dass das Auto in Österreich weiterhin eine zentrale Rolle im Mobilitätsalltag spiele – insbesondere im ländlichen Raum, wo öffentliche Verkehrsangebote häufig eingeschränkts seien. Laut einer aktuellen Umfrage von Integral im Auftrag von AutoScout24 seien mehr als ein Drittel der Befragten im Alltag vollständig auf das Auto angewiesen, weitere 30 Prozent zumindest stark.
„In Summe sind damit rund 63 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher nach wie vor auf das Auto angewiesen – sei es für den Arbeitsweg, Einkäufe oder andere alltägliche Erledigungen. Trotz wachsender Alternativen bleibt das eigene Fahrzeug für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer persönlichen Mobilität“, so Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.
Vor allem in den östlichen Bundesländern bleibe das eigene Auto für viele Menschen unverzichtbar. In Niederösterreich und im Burgenland geben 83 Prozent der Befragten an, regelmäßig auf den Pkw angewiesen zu sein – der mit Abstand höchste Wert im Bundesländervergleich. Dahinter folgen Tirol und Vorarlberg mit 70 Prozent. Auch in Oberösterreich und Salzburg ist das Auto für mehr als zwei Drittel der Bevölkerung (68 Prozent) fixer Bestandteil des Alltags. Vergleichsweise geringer fällt die Abhängigkeit in der Steiermark und in Kärnten aus, wo 59 Prozent regelmäßig auf das Auto zurückgreifen.
Ein deutlich anderes Bild zeigt sich in der Bundeshauptstadt: Wien profitiert von einem engmaschigen und gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz. U-Bahn, Straßenbahn und Bus bieten hier für viele Wege eine praktikable Alternative zum eigenen Fahrzeug. Entsprechend niedrig ist die Autoabhängigkeit: Nur rund 31 Prozent der Wienerinnen und Wienern geben an, das Auto im Alltag wirklich zu benötigt.
