Am traditionsreichen Auto-Benda-Standort in der Simmeringer Hauptstraße 1 prangt seit einigen Tagen das Branding der US-amerikanischen Elektroautomarke Fisker, innen ist bereits ein blauer Fisker Ocean zu besichtigen.

Seit dem Wegfall des NW-Vertriebs von Ssangyong im Jahr 2021 betreibt Ing. Walter Eduard Benda, GF Benda GmbH, dort einen Handel mit GW und Oldtimern sowie eine Reparaturwerkstätte für alle Marken. Auto Benda ist seit 1986 an dem Standort präsent.

Eine Fisker-Pressesprecherin bestätigte, dass an der Adresse in den nächsten Wochen ein so genanntes Center+ eröffnen wird – für Auslieferungen, Probefahrten und als Service-Anlaufstelle. "Gerade in der DACH-Region wollen Kunden das Auto sehen und angreifen, bevor sie sich entscheiden", so die Sprecherin des Herstellers, der die Verkäufe über Online-Direktvertrieb abwickeln wird.

Rechtliche Schritte gegen Website-Bericht
Die Produktion des Fisker Ocean hatte im November 2022 bei Magna in Graz begonnen. Im Dezember hatte Fisker laut Pressemeldung rechtliche Schritte gegen eine anonyme Web-Plattform namens Fuzzy Panda Research eingeleitet. Diese habe "zahlreiche falsche Behauptungen zu Fiskers Geschäftspraktiken und zur Geschäftsbeziehung mit Produktionspartner Magna" veröffentlicht.

Die Plattform zitiert ungenannte Magna-Mitarbeiter und behauptet u.a., dass Gründer Henrik Fisker wiederholt Investoren und "sogar den Papst" in die Irre geführt habe. Laut Fuzzy Panda habe sich Magna vor der Produktion durch umfassende Bankgarantien seitens Fisker abgesichert. Außerdem basiere der Ocean auf einer chinesischen Plattform, die man in Lizenz fertige. Beide Vorwürfe bestreitet Fisker: "Fisker hat keine Bankgarantie für Magna, und Fisker besitzt die geistigen Eigentumsrechte an der Ocean-Plattform. Diese besteht auch nicht zu 80 Prozent aus Teilen einer anderen Plattform."