2022 war ein schwieriges Jahr – das dritte außergewöhnlich schwierige Jahr in Folge. Kein Wunder, dass die Unternehmensinsolvenzen auf Höchstniveau sind und die Neuwagenzulassungen weiter Tiefststände ausloten.

Dennoch: Nach drei Jahren Dauerkrise werden immer noch Geschäfte abgeschlossen, Dinge produziert und verkauft, Gehälter ausbezahlt. Die Menschen haben Arbeit, die meisten von uns werden relativ normale Feiertage begehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Gürtel lockern werde müssen nach gutem Essen und Trinken, ist deutlich größer als die, dass ich ihn enger schnallen muss.

Ohne etwas schönreden zu wollen: Wer hätte heute vor drei Jahren geglaubt, dass sich unsere Wirtschaft, ja unsere Gesellschaft insgesamt so widerstandsfähig gegen derart hartnäckige und herausfordernde Krisen erweisen könnte?

Daraus lässt sich doch Hoffnung schöpfen, meine ich. Mein Stromanbieter schreibt mir gerade, dass er meine monatlichen Teilbeträge wieder etwas herunterschraubt. Von 200 auf 150 Prozent des Vorkrisen-Niveaus, immerhin.

Für die Branche lauten die guten Nachrichten: Die Leute wollen und müssen weiter Autofahren. Mobilität bleibt ein hohes Gut, trotz Home-Office und Klimaklebern. Kein Unternehmer, mit dem ich 2022 gesprochen habe, erzählte mir vom Zusperren; viele vom Wachsen und davon, wie es trotz Rückschlägen weitergehen kann.

Es gibt immer Grund, positiv in die Zukunft zu blicken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne Festtage und freue mich auf viele positive Berichte zur Lage der Autobranche im kommenden Jahr 2023!

Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.