Zugegeben, es ist notwendig, über Klimaschutzmaßnahmen zu diskutieren und ich denke, jedem/r ist klar, dass Initiativen gesetzt werden müssen – auch vor dem Hintergrund, dass Österreich eh schon fast als Klima-Musterland angesehen werden darf. Umso mehr rufen die unnötigen Aktionen von selbsternannten „Klimaschützern“ Ärgernis hervor. Ist das Verschütten von Suppen und Farben wenigstens in der Regel nicht gegen „Leib und Leben“ anderer (Unbeteiligter) gerichtet, so sieht es bei einigen gesetzten Maßnahmen leider anders aus. Sitzstreiks und das Festkleben an Straßen ver- und behindern das Weiterkommen von Einsatzfahrzeugen und können schwerwiegende Folgen haben, falls die Rettungskette einmal nur verzögert oder gar nicht eingehalten wird.

Nicht nur ärgerlich, sondern wahrlich dumm sind Aktionen, bei denen eine Gefährdung von Menschenleben wissentlich in Kauf genommen wird. In Innsbruck und Wien wurde in letzter Zeit Luft aus Reifen (vorwiegend) von SUV abgelassen und damit die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge deutlich reduziert. In der Bundeshauptstadt ist der von Menschenhand herbeigeführte Luftdruckverlust einem Lenker entgangen und resultierte in einem Unfall mit Personenschaden. Und wäre das nicht schon vielen eine Warnung, solche Aktionen nicht einmal anzudenken geschweige denn umzusetzen, fühlen sich einige „Besserwisser“ offenbar ermächtigt, Kommentare wie „Vor jedem Fahrtantritt muss das Fahrzeug kontrolliert werden“ oder ähnliches abzugeben. Aussagen, die unentschuldbar sind, da hier eine klassische Täter-Opfer-Umkehr versucht wird. Die Zeit, die für die Planung dieser und ähnlich nutzloser und gefährlicher Aktionen aufgewendet wird, sollte lieber in sinnvolle und nachhaltige Maßnahmen für mehr Klimaschutz investiert werden.

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