Abgesehen von der erneuten Steigerung bei den Einreichungen sowie der merkbaren Steigerung bei der Qualität der Projekte ist beim A&W DIGITAL AWARD 2022 ein weiterer Trend aufgefallen: Bei den Kampagnen, Social-Media-Auftritten und Websites geht es nicht mehr nur um den Kunden, sondern immer mehr auch um (neue) Mitarbeiter.

So führt der Fachkräftemangel (sowohl in der Werkstätte wie auch im Verkauf und der Administration) dazu, dass eigentliche Kundenkommunikationskanäle immer stärker zum Employer Branding und zum Recruiting verwendet werden. Auf Deutsch gesagt: Mitarbeiterwerbung in jeder möglichen Form!

Das ist deshalb so wichtig, weil die klassischen Kanäle nicht mehr ausreichen. Wer heute im Autohaus darauf wartet, dass Bewerbungen hereinflattern oder sich Lehrlinge bewerben, hat schon längst verloren. Aber auch die klassischen Inserate in Regionalmedien, auf Job-Plattformen oder beim AMS bringen zu wenig Erfolg. Denn hier werden nur die tatsächlich Arbeitsuchenden angesprochen.

Vielmehr müssen heute potenzielle Mitarbeiter angesprochen werden, die aktuell in Beschäftigung und gar nicht auf Job-Suche sind. Die bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber vielleicht nicht ganz zufrieden sind, nur „wenn es passt“ eine neue Herausforderung suchen oder mehr Lebensqualität haben möchten (Beispiel 4-Tage-Woche).

Diese Menschen kann man eher zufällig über Social-Media, über digitale Werbung oder über die eigene Website ansprechen. Bei zwei der fünf DIGITAL-AWARD-Gewinner 2022, nämlich Autohaus Sauberer und AutoFrey, waren die Mitarbeiter-Kampagnen Teil des Siegerprojekts, aber auch bei den besten Websites ist die Mitarbeiterwerbung prominent vertreten.

In der Gastronomie und in der Hotellerie spricht man schon jetzt davon, dass Mitarbeiter schwieriger zu finden sind als Kunden. Das sollten Kfz-Betriebe auch berücksichtigen und nicht nur Arbeitsbedingungen und Angebote darauf einstellen, sondern auch die Mitarbeiter-Suche und -Werbung.