Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht: Aber mir ist am Montag aufgefallen, wie ruhig die sonst so mitteilsame Verkehrsministerin Leonore Gewessler plötzlich war. Kein Autobashing kam ihr über die Lippen, als sämtliche österreichischen Züge an diesem Tag stillstanden.
Denn die Grün-Politikerin wusste: Ohne Autos wäre an diesem Tag gar nichts gegangen. Zwar rollten Autobusse und Straßenbahnen, also war das Verkehrschaos zumindest in und um Wien weniger schlimm als man es vielleicht befürchtet hätte. Doch dort, wo die Pendler durch den Streik bei der Bahn nicht auf Bus und Bim umsteigen konnten, waren sie auf ihr eigenes Auto (oder auf Fahrgemeinschaften) angewiesen. Schließlich kann ja nicht jeder im Home-Office arbeiten, wie es von den Politikern als Alternative zu einer Bahnfahrt vorgeschlagen wurde.
Vielleicht sollte sich die Frau Minister jetzt überlegen, das Auto nicht stets zu verdammen und alle Fördertöpfe rigoros zu kürzen, wie das derzeit geschieht.
Denn der nächste Streik kommt ziemlich sicher!
