Irgendwann im Leben kommt für jeden von uns der Tag, an dem man sich fragt, ob ein eigenes Auto noch Sinn macht: Fritz aus einem der großen Wiener Flächenbezirke nördlich der Donau ist so ein Fall. Zeitlebens als Vertreter in der Medizinbranche tätig, zigtausende Kilometer pro Jahr, mit vielen Ärzten auf Du und Du.
Seit Jahren ist Fritz in Pension, das Auto einer einst großen deutschen Marke hat er dennoch regelmäßig gewechselt – alle 4 Jahre, wie er es gewohnt war. Doch wenn dann nach 3 Jahren nur 11.000 Kilometer am Tacho des SUVs stehen, stellt sich die Frage: Will ich mir das Auto weiter leisten? Noch dazu, wo die Ehefrau ohnehin ein eigenes Auto (wenn auch deutlich älter) fährt.
Fritz, mittlerweile jenseits der Siebzig, geht also zum Autohaus, in dem er immer wieder gekauft hat. Ob er denn aus dem Leasingvertrag aussteigen könne? Und wenn ja, zu welchen Konditionen? Ja, das geht, doch der Zahlenmensch auf der anderen Seite des Schreibtisches vergrämt Fritz. Der Verkäufer sieht nur den Gebrauchtwagen, den er in Zeiten wie diesen gut versilbern kann – aber nicht den Menschen Fritz, für den der Verlust des eigenen Autos ein einschneidender Schritt ist. Einfühlsamkeit? Eher gegen null tendierend.
Fritz ist ratlos und fragt im Bekanntenkreis: Einer weiß einen Mann, jahrzehntelang im Autogeschäft tätig. Nicht in Wien, aber in Niederösterreich. Allein das erste Telefonat wirkt vertrauenserweckend. Der Verkäufer, mittlerweile in eine höhere Position aufgestiegen, kann sich in die Situation von Fritz einfühlen. Wirkt kompetent. Mittlerweile ist auch schon ein Termin für die Übernahme des Autos vereinbart, wie man hört.
Ein Beispiel von vielen: Und Fritz ist dankbar. Dass es in der Branche Leute gibt, die nicht nur die Zahlen und Autos sehen. Sondern auch die Menschen dahinter!
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