Also schwadroniert der Ex-Fußballer munter drauf los, ohne die Zahlen des von der MA 18 herausgegebenen Modal-Split weiter zu prüfen. Für das Rekordjahr könnte maximal 2014 als Meßgröße herangezogen werden. „Wenn trotz millionenteurer Autofahrer-Schikanen am Fließband auch der Anteil des ,umweltfreundlichen Verkehrs' (Öffis, Rad, zu Fuß) bleiern stagniert, müsste es sogar SPÖ und Grünen irgendwann dämmern, dass ideologische Scheuklappen in der Verkehrspolitik nichts verloren haben.“
Zur Ehrenrettung von Mahdalik kann man hinzufügen, dass auch der ÖVP mit Klubobmann Manfred Juraczka nichts weiter dazu einfällt. Laut schreien und klein beigeben! Das hilft der geschundenen Bevölkerung nicht weiter. Keiner schreibt von den Versprechen Vassilakous, bis 2015 den Radverkehrsanteil in Wien zu verdoppeln. Bei den Kosten ist das gelungen, die positiven Auswirkungen bleiben aus. Man wird sich diese hilfreiche Grundlage für Verwaltung und Politik jedoch nicht madig machen lassen: Einmal selbst am Futtertrog der Macht, wird man damit argumentieren. Warum sollen sich die Blauen davon ausnehmen?
Die Meinung des Volkes – damit ist nicht nur Wien gemeint – wird mit wachsender Begeisterung ignoriert, bis es aufsteht und zu Fuß vor die Partei- und Regierungsstellen tritt, um den Umbruch zu inszenieren. Ob dieses Ereignis dann auch in die Radverkehrserhebung einfließen wird, bleibt abzuwarten. Bis dahin werden abertausend Tonnen Markierfarben verpinselt, die natürlich völlig ungiftig sind und unser Leben beeinträchtigen. Der Feinstaub dieser Markierfarben lässt grüßen!
