Erst Ende letzten Jahres habe der Bericht eines Automobilklubs deutlich gemacht, dass Autolenker 2015 durchschnittlich nicht weniger als 2.152 € an Steuern, Gebühren und Mauten bezahlen mussten, wie der Verein mitteilt. Vergleiche man diesen Wert mit der Jahressteuerlast aus 2000, so ergebe sich ein Anstieg um fast 30 %.

 

Für den Obmann des Vereins „Mein Auto“, Komm.-Rat Burkhard Ernst, ein klares Indiz dafür, dass die Schmerzgrenze seit langem erreicht ist: „Die Belastung der heimischen Autolenker ist gegenwärtig auf einem Allzeithoch. Wie man in dieser Situation ernsthaft über eine Erhöhung der Mineralölsteuer nachdenken kann, ist mir völlig schleierhaft!“

 

So dürften Finanzminister und Asfinag im Jahr 2015 in etwa 13 Mrd. € durch den Kfz-Verkehr eingenommen haben. Ein beachtlicher Teil komme dabei von heimischen Pkw-Fahrern. Dass ausgerechnet diese nun weitere Belastungen auf sich nehmen sollen, sei aus Sicht des Vereins nicht tragbar.

 

Kritik übt „Mein Auto“ auch an der Pauschalverurteilung der heimischen Autofahrer. So würden diese zu Unrecht als Umweltsünder und der Verkehr im Allgemeinen als Sorgenkind beim Klimaschutz dargestellt. „Den anfallenden Tanktourismus ausgenommen, ist der heimische Pkw-Verkehr lediglich für 12 % der CO2-Emissionen verantwortlich. Das gezeichnete Bild, wonach größtenteils Autolenker die Schuld für unsere Klima-Problematik tragen, ist also keinesfalls zutreffend“, sagt Ernst.