Die 308.555 Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2015 entsprachen einem Umsatz von rund 8,8 Mrd. Euro, rechnen die Experten des Marktbeobachters vor. 2014 waren es dagegen 8,5 Mrd. Euro, der bisherige Höchstwert war 2011 mit 9,3 Mrd. Euro verzeichnet worden. Somit entspricht die Kurve der Wertentwicklung weitgehend jener der Neuwagenstückzahlen.
Auffällig: Während die Neuzulassungen des vergangenen Jahres beinahe exakt dem Ergebnis von 2006 (308.594 Stück) entsprachen, war der statistische Fahrzeugwert mit 7,8 Mrd. Euro damals deutlich niedriger. „Der durchschnittliche Listenpreis stieg während dieser Zeit von 25.267 Euro auf 28.661 Euro, wobei wir der Meinung sind, dass diese Steigerung nicht nur auf die Inflation, sondern auch auf die Veränderungen bezüglich Fahrzeugmix und Käufergruppen zurückzuführen ist“, sagt Mag. Roland Strilka, der bei Eurotax als „Regional Director Insights and Market Analysis“ für Österreich und die Schweiz zuständig ist.
Für die wertmäßige Steigerung sei vor allem das Plus von 42% bei den gewerblichen Zulassungen verantwortlich, analysiert Strilka: Firmenfahrzeuge, die Eigenanmeldungen der Branche eingeschlossen, seien nämlich in der Regel teurer als privat gekaufte Autos. Gleichzeitig seien die Neuzulassungen von SUV und Geländefahrzeugen seit 2006 deutlich gestiegen – teilweise zulasten günstigerer Segmente.
Schönheitsfehler dieser Analyse ist, dass sie auf den Listenpreisen der jeweiligen Fahrzeugen beruht. Rabatte einerseits und Sonderausstattungen andererseits wurden nicht berücksichtigt. Deren Erfassung sei statistisch nicht möglich, bedauert man bei Eurotax: Die beiden Faktoren würden einander aber zumindest teilweise ausgleichen.
