Die Grundstimmung: Städter haben genug von Staus und anderen Einschränkungen; auf der anderen Seite fürchten Pendler, dass sie sich durch immer mehr Mauten und Steuererhöhungen das Autofahren nicht mehr leisten können. Diese – auch in vielen persönlichen Gesprächen festgestellte – Grundstimmung lässt sich nun auch in Zahlen ausdrücken: Der ÖAMTC ließ im Dezember 1.022 Österreicher zum Thema Mobilität befragen, unter ihnen auch 20 Prozent Nicht-Autofahrer.

 

Die Ergebnisse (Details siehe PDF als Download) sind nicht wirklich überraschend: Bei der Präsentation forderte Verbandsdirektor Oliver Schmerold ein Stopp für neuerliche Steuern und Belastungen und ein „Nein“ zum von der EU angedachten Road Pricing. Dafür müsse die Infrastruktur ausgebaut werden, etwa der Autobahnring um Wien: „Das ist Bundeskompetenz und keine Wiener Angelegenheit, da darf es keine Verzögerungen geben“, war Schmerolds Ansage in Richtung Wiens grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou, die sich gegen den Lobautunnel ausgesprochen hat.

 

Außerdem müsste es in Wien mehr Parkhäuser am Stadtrand geben und einen Zonenmodell für die Parkraumbewirtschaftung; dadurch könnte man den derzeitigen Verdrängungswettbewerb innerhalb der Bezirke verhindern, so Schmerold.

 

Übrigens: Die neue 68-Cent-Briefmarke fand beim Sonderpostamt am Wiener Schubertring reißenden Absatz, sie ist ab sofort auch bei den Postämtern erhältlich.