„Was macht ein BMW-konditionierter und seit Jahren emeritierter Manager und zuletzt Sprecher der heimischen Automobilimporteure mit 67 Jahren in dieser Funktion?“, lautete nach der Gratulation sogleich die Frage nach dem Sinn dieser Personalie um die Zukunft des Jahrhundertunternehmens Mercedes-Benz-Wiesenthal in Wien und Bratislava.
Ein Zeichen von Kontinuität ist es nicht, auch wenn Clary als Namensträger des Militäradels „und Aldringen“ die nötige militärische Konsequenz aufzubringen imstande sein kann, die „Sanierung“ des Autohauses zu schaffen. Branchenkenner denken jedoch auch an die Strategie des „Brautaufputzens“, um den Laden neuen Eigentümerinteressen zuzuführen. Ohne Clarys Möglichkeiten schmälern zu wollen, lastet die Ungewissheit auf der Zukunft des Traditionshauses.
Es wird davon abhängen, beim anstehenden Transformationsprozess die Motivation der langjährigen Mitarbeiter zu erhalten. Sie sind das teuerste Gut im Unternehmen, so oder so! Clary wird getreu seinem Vornamen ein glückliches Händchen brauchen, denn sein Vorgänger Dr. Alexander Martinowsky war ja auch nicht von der allerblödesten Managersorte und für die aktuelle Mercedes-Händlerstrategie in Österreich ist er nicht verantwortlich zu halten.
