Die Automobilindustrie konnte im Jahr 2015 den globalen Absatz um 1,3 % auf 76 Mio. Pkw lt. CAM „vor allem dank der Wachstumslokomotiven Europa und USA“ leicht steigern. Nach CAM-Prognosen wird der Pkw-Weltmarkt in 2016 auf rund 78 Mio. (+2,5 %) wachsen.
Die USA dürften nach Einschätzung von CAM angesichts weiterhin guter wirtschaftlicher Fundamentaldaten mit 17,9 Mio. (+3,5%) ein Allzeithoch der Neuzulassungen erreichen. Auch für Westeuropa wird ein Zuwachs von rund 5 % auf dann 13,7 Mio. Fahrzeuge gerechnet – aufgrund von Nachholeffekten in Kernmärkten wie Italien und Frankreich.
Das Wachstum des chinesischen Automarktes wird sich im nächsten Jahr auf 6 % abflachen. Allerdings steigen die politischen und ökonomischen Risiken: Insbesondere die Stau- und Luftprobleme in den Städten werden mittelfristig zu stärkeren regulatorischen Maßnahmen führen. Insbesondere die Elektrifizierung der Fahrzeuge wird künftig erheblich an Bedeutung gewinnen. Für die Absatzmärkte Brasilien und Russland wird in 2016 mit keiner Belebung gerechnet.
„Die Automobilindustrie bleibt in 2016 auf Wachstumskurs, muss aber mit zunehmender Volatilität und vielen Unsicherheiten in verschiedenen Marktregionen sowie einer weiterhin hohen Wettbewerbsintensität rechnen“, sagt Studienleiter Prof. Dr.Stefan Bratzel. „Für Automobilhersteller und Zulieferunternehmen werden die „globale Marktpositionierung“ als auch „hohe Flexibilität“ als Erfolgsfaktoren immer wichtiger", so Bratzel weiter. „Einerseits, um Schwankungen von einem Markt durch Absatz in anderen Regionen auszugleichen, andererseits, um schnell auf Veränderungen, z.B. durch Anpassungen der Produktion, Modelle und Technologien reagieren zu können.“
